[!info] Podcast-Faible · Folge #07

Erster Berührungspunkt & Anstoß

Was war dein erster Berührungspunkt mit Podcasts und was hat dich dazu veranlasst, selbst zu podcasten?

Corona ist schuld: Im 2. Lockdown (Ende 2020/Anfang 2021) durch den Clubhouse-Hype entdeckte sie Audio-only-Gespräche. War fasziniert davon, wie intim und privat Leute auf Audioplattformen erzählen – sehr anders als im Fernsehen. Davon kam sie zu Podcasts. Schätzt das selbstbestimmte ‘Was und wann ich höre’ und ist daher gegen den Trend zu Flock-Casts (Video-Podcasts).

„Ich kann halt selber entscheiden, was und wann ich wo wie hören will."

Themen: Pandemie als Auslöser

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Eigener Podcast-Konsum

Welche Podcasts hörst du selbst gern? Welche Genres mögst du?

Drei Blöcke: 1) Biografien/Personengeschichten (Gespräche über Wandlung von Tanja Valerian, Hotel Matze, OMR Podcast für Unternehmergeschichten). 2) Podcast-über-Podcasts (Annika Bohrs Podcast-Wandermagazin, So geht Podcast von Gio, Naps, Interviewhelden, Kreator Way). 3) Vorbereitung auf eigene Gäste. Edutainment statt Laber-Podcasts.

„Es sind alles, wie du merkst, mehr so inhaltliche Podcasts, also wie man so schön sagt, auch Edutainment Podcasts."

Themen: Gespräche & Begegnungen

→ Eigener Podcast-Konsum

Erinnerungswürdige Aufnahme

Gibt es eine Podcast-Aufnahme, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Drei Anekdoten: 1) In Corona-Zoom-Zeiten schaltete ein Gast für bessere Übertragungsqualität sein Bild ab – sie führte das ganze Gespräch mit einem schwarzen Monitor. 2) Interview mit Scharnett Gräfin Beissel von Gymnich auf Burg Satzvey – mit Gemälden, Raumakustik, Geistergeschichten und dem Dackel des Hauses. 3) Für eine Folge mit Katharina Afflerbach (Senderin auf Schweizer Alp) wollte sie authentische Kuhglocken aufnehmen – ihr Mann ging auf eine Kuhherde-Wiese, wurde von der Bäuerin zurückgepfiffen, weil ein unberechenbarer Bulle in der Herde war.

„Alles für die Künstler, alles für die Zuhörer, um ein besonderes Podcasterlebnis zu schaffen."

Themen: Authentizität & Mut

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Zeitaufwand pro Folge

Wie viel Zeit investierst du in eine Folge — von Vorbereitung bis Nachbereitung?

Aufwändig: pro Minute braucht sie 3-4× Folgenlänge nur für Schnitt. Hört Folge mehrfach durch, weil sie parallel Audiogramme/Snippets erstellt. Schnitt-Aufwand ist auch von Gäste-Disziplin abhängig (Mikrofon-Abstand, Tisch-Klopfen). Content-Vermarktung läuft ‘auf nach oben offener Richterskala’ – LinkedIn und Instagram. Auch nachträgliche Posts zu älteren Folgen (z.B. ‘Was Rotes finden’ aus Foto-Interview). Recherche: bei Gästen mit viel Output bis zu 1 Tag, früher las sie Bücher der Gäste komplett (270 Seiten Sammelroth-Buch).

„Bei dieser Content-Vermarktung kannst du ja echt von null bis unendlich reinstecken."

Themen: Gespräche & Begegnungen · Schnitt-Erlebnis · Social Media & Vermarktung

→ Zeitaufwand pro Folge

Technik

Welche Technik nutzt du? Mikrofon, Kopfhörer, Schnittprogramm?

Anfangs Zoom H2N (hallig, aber transportabel). Heute: Rode Podmic mit Pop-Schutz, Rode Procaster Interface. Audacity zum Schneiden. Hoster: Podcaster. Hört Kopfhörer normalerweise nicht gerne (eigene Stimme klingt anders). Gäste sind beeindruckt vom professionellen Equipment.

„Wenn ich jetzt zum Beispiel mit meinem Equipment zu jemandem gehe, […] dann bekomme ich doch immer wieder als Feedback, boah, das ist ja total professionell."

Themen: Mikrofon-Setup · Schnitt-Tools (Audacity)

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Liebstes und Nervigstes

Was machst du am Podcasten am liebsten und was ist das nervigste?

Liebt am liebsten die Gespräche und das Zuhören (Dalai-Lama-Zitat: wenn du sagst, wiederholst du; wenn du zuhörst, lernst du Neues). Nervig: Content-Vermarktung, wenn sie zum Muss wird – Schreiben macht Spaß, aber zwingend zum Veröffentlichungstermin koordiniert zu sein, ist Stress. Lösung: Sie ist auf monatliche Veröffentlichung (erster Freitag) umgestiegen für Qualität statt Quantität.

„Wenn du etwas sagst, dann wiederholst du nur das, was du sowieso schon weißt. Aber wenn du zuhörst, dann kannst du noch Neues erfahren."

Themen: Lernen & Entwicklung · Social Media & Vermarktung

→ Liebstes und Nervigstes

Wichtigste Lektion

Was ist die wichtigste Lektion, die du anderen Podcastern mit auf den Weg geben würdest?

Podcasting ist eine Form von Persönlichkeitsentwicklung – sie lernte, aus ihrer Komfortzone zu gehen, sichtbar zu sein, vor Mikros und Publikum zu sprechen. Seit 1,5 Jahren gibt sie an der Volkshochschule Köln Vorträge ‘Wie erstelle ich einen Podcast?’ – Stolz darauf, dass sie zwei Stunden Know-how aushält.

„Podcasting sei auch eine Form von Persönlichkeitsentwicklung."

Themen: Lernen & Entwicklung

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[!info] Podcast-Faible · Folge #27

Erster Berührungspunkt & Anstoß

Was war dein erster Berührungspunkt mit Podcasts und was hat dich dazu veranlasst, selbst zu podcasten?

Kam 2016/17 über ihren großen Bruder zu Podcasts (Lila Podcast, Lage der Nation). Den eigentlichen Sog erlebte sie über Lanoink/Plötzlich Piratin – die Verbindung von Podcast und Hörspiel begeisterte sie wegen ihres künstlerischen Backgrounds. 2019 startete sie ‘Backstage’, um der vielfältigen freien Kunst- und Kulturszene in Neustadt eine Plattform zu geben (jenseits des Wein-Klischees der Pfalz).

„Ich hatte die Idee, dann könnte ich doch dieser Bubble eine Plattform geben, wo sie sich vorstellen können."

Themen: Pandemie als Auslöser

→ Erster Berührungspunkt & Anstoß

Eigener Podcast-Konsum

Welche Podcasts hörst du selbst gern? Welche Genres mögst du?

Begleitet sie durch den Alltag (Hausarbeit, Zugfahren). Inhalt muss ’etwas mit ihr machen’ – sei es politisch oder unterhaltend. Politisch: Wochendämmerung, WRINT-Formate, Laberfach. Videospiel-Geschichten (kleine, persönliche Episoden). Lano-Welt, Luft nach oben, Esel & Teddy. Jörn Schaars Podcast neu entdeckt.

„Mir geht es einfach immer drum, dass es irgendeinen Inhalt gibt, der irgendwas mit mir macht."

Themen: Begleitmedium

→ Eigener Podcast-Konsum

Erinnerungswürdige Aufnahme

Gibt es eine Podcast-Aufnahme, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Drei Erinnerungen: 1) Pianist Ratko Delorco erzählte, wie ein Glasflügel per Skilift in eine Eishöhle gebracht wurde, in der er mit Funktionsunterwäsche unter dem Frack ein exklusives Konzert spielte. 2) Ihre einzige Live-Folge 2021 bei einem Theaterfestival in Neustadt mit einem Performance-Duo – Jahre später entstand aus der Aufnahme ein eigenes Kunstprogramm der beiden. 3) Klassikgitarristin Heike Mathiessen (2023 verstorben), die sich für sichtbarmachen verschollener Komponistinnen einsetzte – Leni durfte sie zweimal befragen.

„Das ist ja wie nach einem Lieblingskind fragen."

Themen: Fandom als Einstieg · Frauen im Podcast-Bereich · Live-Aufnahmen

→ Erinnerungswürdige Aufnahme

Zeitaufwand pro Folge

Wie viel Zeit investierst du in eine Folge — von Vorbereitung bis Nachbereitung?

‘Schwuppdiwupp’ (Kindersache) dauert ca. 1 Stunde insgesamt. Backstage ist deutlich aufwändiger: ~30 Min Vorbereitung pro Gast (möchte ein Gefühl für die Person entwickeln, nicht alles vorab wissen). Aufnahme 45-60 Min, Schnitt umständlich (sie hört in Originalgeschwindigkeit durch, macht grob Schnitt, dann nochmal Feinschnitt) ~4 Stunden. Dann Social Media, vor allem Instagram (gegen den eigenen Schulterteufel, der zu Meta-Ausstieg rät – aber sie braucht es für Feedback und neue Gäste).

„Ich höre wirklich in der normalen Geschwindigkeit den Podcast einmal durch und mache einen groben Schnitt und dann höre ich ihn nochmal durch."

Themen: Fandom als Einstieg · Social Media & Vermarktung

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Liebstes und Nervigstes

Was machst du am Podcasten am liebsten und was ist das nervigste?

Mag den Schnitt – findet ihn meditativ (Kakao bei Regen, Gespräch nochmal hören). Am liebsten sind die Begegnungen selbst, gerade in der Pandemie als Theaterleute nicht arbeiten konnten. Liebt es, in fremde Welten zu schauen (z.B. Opernsängerinnen). Anstrengend: die Vorbereitung, weil sie einen klaren Kopf braucht zum Einschwingen auf eine Person.

„Ich finde das irgendwie sehr meditativ und freue mich dann auch immer noch mal das Gespräch zu hören in einem ganz anderen Zusammenhang."

Themen: Gespräche & Begegnungen · Pandemie als Auslöser · Recherche & Vorbereitung · Schnitt-Erlebnis

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Wichtigste Lektion

Was ist die wichtigste Lektion, die du anderen Podcastern mit auf den Weg geben würdest?

Gelernt: frei zu sprechen (als Schauspielerin gewohnt an Skripts, fehlten ihr anfangs die Worte). Wichtigste Erkenntnis übers Moderieren: dem Gast Raum geben. Es geht nicht um sie selbst. Sie ärgert sich, wenn Moderator*innen sich in den Vordergrund schieben und nur darauf warten, selbst zu reden.

„Es geht jetzt einfach mal nicht um mich."

Themen: Gespräche & Begegnungen · Lernen & Entwicklung

→ Wichtigste Lektion


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[!info] Podcast-Faible · Folge #11

Erster Berührungspunkt & Anstoß

Was war dein erster Berührungspunkt mit Podcasts und was hat dich dazu veranlasst, selbst zu podcasten?

Hat schon immer gerne Podcasts gehört, irgendwann triggerte sie die Technik im Hintergrund. Ihre ‘Reise’ begann 2019 klassisch mit Kursen – sie sog alles auf wie ein Schwamm. Glück: sie geriet an eine Mentorin mit Podcast-Agentur, die nach Unterstützung suchte. Das war ihr Sprungbrett – jemand zum Fragen löchern, durch den sie ganz viel gelernt hat.

„Das ist eigentlich so mein Start gewesen, wo ich halt jemanden an der Seite hatte, die ich halt auch mit Fragen löchern konnte."

→ Erster Berührungspunkt & Anstoß

Eigener Podcast-Konsum

Welche Podcasts hörst du selbst gern? Welche Genres mögst du?

Beruflich (Podcast-Dienstleisterin) hört sie Business-Podcasts und schneidet Kunden-Episoden. Privat strikt das Gegenteil: ‘Easy peasy’ und ‘chillig’ – ganz fernab von Business/Mindset/Coaching. Pochers, Bushido-Podcast. Klare Trennung zwischen Berufs- und Privatkonsum.

„Privat gebe ich mir dann tatsächlich so chillige easy [Podcasts] […] was wirklich fernab von sämtlichen Business Material halt ist."

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Erinnerungswürdige Aufnahme

Gibt es eine Podcast-Aufnahme, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ihre allererste Gästin (Anne, die Interviewende) – ironisch, weil sie sonst als Dienstleisterin Best Practices predigt: Ihr Mikrofon war übersteuert, die ganze Aufnahme musste wiederholt werden. Daher ihr Appell: Eigene Spur lokal aufzeichnen und zusenden – dann kann nichts passieren.

„Das war wirklich, das war ein Graus, also das ist glaube ich aber auch für jeden Podcaster des absolutes Worst Case, wenn halt die Aufnahme nicht klappt."

→ Erinnerungswürdige Aufnahme

Zeitaufwand pro Folge

Wie viel Zeit investierst du in eine Folge — von Vorbereitung bis Nachbereitung?

Schwer zu quantifizieren – produziert ihren 14-tägigen Podcast vor. Macht zu Themen Notizen, lässt sie liegen, kommt zurück. ‘In 60 Minuten alles all-in’ wäre möglich – sie braucht durch das mehrfache Liegenlassen länger.

„Bis der ganze Text steht, obwohl ich möglichst frei spreche, ich würde mal so tippen auf eine Stunde, auf zwei All-Inclusive."

→ Zeitaufwand pro Folge

Technik

Welche Technik nutzt du? Mikrofon, Kopfhörer, Schnittprogramm?

Team Mikro + Kopfhörer (Empfehlung an Interviewgäste: Rückkopplung vermeiden). Rode USB NT Plus, liebäugelt mit Shure MV7. Apple In-Ear. Bearbeitung in GarageBand mit Plugins (Echo Remover, Audio Denoiser). Auphonic nur fürs Grobe. Glaubt nicht an ‘die eierlegende Wollmilchsau’ bei Tools.

„Ich glaube, das Tool X, was alles abdeckt und diese eierlegende Wollmilchsau, ich glaube, das gibt es gar nicht."

Themen: Mikrofon-Setup · Schnitt-Tools (GarageBand)

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Liebstes und Nervigstes

Was machst du am Podcasten am liebsten und was ist das nervigste?

Aus Podcasterin-Sicht: nichts nervt sie. ‘Mein Herz schlägt für Podcasts.’ Als Dienstleisterin nervt: Kunden sehen den Wert oft nicht – Podcasts sind im Marketing oft das Erste, was wegbricht, weil Geduld nötig ist und Erwartungen unrealistisch sind.

„Mein Herz schlägt für Podcasts und dementsprechend ist das, da ist nichts nerviges dran."

Themen: Social Media & Vermarktung

→ Liebstes und Nervigstes

Wichtigste Lektion

Was ist die wichtigste Lektion, die du anderen Podcastern mit auf den Weg geben würdest?

Für PodcasterInnen: genau überlegen, ob ein Podcast ein passendes Marketing-Tool für dich ist. Liegt dir das Audio-Format? Mach es nicht, weil andere es haben. Für Dienstleister*innen: nicht unter Druck setzen – gute Qualität liefern. Vor allem: in der Nebenselbstständigkeit starten, nicht sofort Vollzeit (sie selbst brauchte 2-3 Jahre). Spezialisierung ja, aber ehrlich kommunizieren, was man nicht abdeckt.

„Es ist halt auch da, es gibt unfassbar viele Podcast-Dienstleister. […] Schau einfach, dass du unterm Strich gute Arbeit leistest."

→ Wichtigste Lektion


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