[!info] Podcast-Faible · Folge #27

Erster Berührungspunkt & Anstoß

Was war dein erster Berührungspunkt mit Podcasts und was hat dich dazu veranlasst, selbst zu podcasten?

Kam 2016/17 über ihren großen Bruder zu Podcasts (Lila Podcast, Lage der Nation). Den eigentlichen Sog erlebte sie über Lanoink/Plötzlich Piratin – die Verbindung von Podcast und Hörspiel begeisterte sie wegen ihres künstlerischen Backgrounds. 2019 startete sie ‘Backstage’, um der vielfältigen freien Kunst- und Kulturszene in Neustadt eine Plattform zu geben (jenseits des Wein-Klischees der Pfalz).

„Ich hatte die Idee, dann könnte ich doch dieser Bubble eine Plattform geben, wo sie sich vorstellen können."

Themen: Pandemie als Auslöser

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Eigener Podcast-Konsum

Welche Podcasts hörst du selbst gern? Welche Genres mögst du?

Begleitet sie durch den Alltag (Hausarbeit, Zugfahren). Inhalt muss ’etwas mit ihr machen’ – sei es politisch oder unterhaltend. Politisch: Wochendämmerung, WRINT-Formate, Laberfach. Videospiel-Geschichten (kleine, persönliche Episoden). Lano-Welt, Luft nach oben, Esel & Teddy. Jörn Schaars Podcast neu entdeckt.

„Mir geht es einfach immer drum, dass es irgendeinen Inhalt gibt, der irgendwas mit mir macht."

Themen: Begleitmedium

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Erinnerungswürdige Aufnahme

Gibt es eine Podcast-Aufnahme, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Drei Erinnerungen: 1) Pianist Ratko Delorco erzählte, wie ein Glasflügel per Skilift in eine Eishöhle gebracht wurde, in der er mit Funktionsunterwäsche unter dem Frack ein exklusives Konzert spielte. 2) Ihre einzige Live-Folge 2021 bei einem Theaterfestival in Neustadt mit einem Performance-Duo – Jahre später entstand aus der Aufnahme ein eigenes Kunstprogramm der beiden. 3) Klassikgitarristin Heike Mathiessen (2023 verstorben), die sich für sichtbarmachen verschollener Komponistinnen einsetzte – Leni durfte sie zweimal befragen.

„Das ist ja wie nach einem Lieblingskind fragen."

Themen: Fandom als Einstieg · Frauen im Podcast-Bereich · Live-Aufnahmen

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Zeitaufwand pro Folge

Wie viel Zeit investierst du in eine Folge — von Vorbereitung bis Nachbereitung?

‘Schwuppdiwupp’ (Kindersache) dauert ca. 1 Stunde insgesamt. Backstage ist deutlich aufwändiger: ~30 Min Vorbereitung pro Gast (möchte ein Gefühl für die Person entwickeln, nicht alles vorab wissen). Aufnahme 45-60 Min, Schnitt umständlich (sie hört in Originalgeschwindigkeit durch, macht grob Schnitt, dann nochmal Feinschnitt) ~4 Stunden. Dann Social Media, vor allem Instagram (gegen den eigenen Schulterteufel, der zu Meta-Ausstieg rät – aber sie braucht es für Feedback und neue Gäste).

„Ich höre wirklich in der normalen Geschwindigkeit den Podcast einmal durch und mache einen groben Schnitt und dann höre ich ihn nochmal durch."

Themen: Fandom als Einstieg · Social Media & Vermarktung

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Liebstes und Nervigstes

Was machst du am Podcasten am liebsten und was ist das nervigste?

Mag den Schnitt – findet ihn meditativ (Kakao bei Regen, Gespräch nochmal hören). Am liebsten sind die Begegnungen selbst, gerade in der Pandemie als Theaterleute nicht arbeiten konnten. Liebt es, in fremde Welten zu schauen (z.B. Opernsängerinnen). Anstrengend: die Vorbereitung, weil sie einen klaren Kopf braucht zum Einschwingen auf eine Person.

„Ich finde das irgendwie sehr meditativ und freue mich dann auch immer noch mal das Gespräch zu hören in einem ganz anderen Zusammenhang."

Themen: Gespräche & Begegnungen · Pandemie als Auslöser · Recherche & Vorbereitung · Schnitt-Erlebnis

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Wichtigste Lektion

Was ist die wichtigste Lektion, die du anderen Podcastern mit auf den Weg geben würdest?

Gelernt: frei zu sprechen (als Schauspielerin gewohnt an Skripts, fehlten ihr anfangs die Worte). Wichtigste Erkenntnis übers Moderieren: dem Gast Raum geben. Es geht nicht um sie selbst. Sie ärgert sich, wenn Moderator*innen sich in den Vordergrund schieben und nur darauf warten, selbst zu reden.

„Es geht jetzt einfach mal nicht um mich."

Themen: Gespräche & Begegnungen · Lernen & Entwicklung

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[!info] Podcast-Faible · Folge #14

Erster Berührungspunkt & Anstoß

Was war dein erster Berührungspunkt mit Podcasts und was hat dich dazu veranlasst, selbst zu podcasten?

2005/06 über einen kleinen iPod – Tab neben Musik ‘Podcast’ entdeckt. Erster Podcast: ‘Wann Hoffs wunderbare Welt der Wissenschaft’. Faszinierte ihn als ‘Radio zum Mitnehmen, nicht so tot produziert’. Liebt heute lange Formate wie ‘Alles gesagt’ (7 Stunden). Hörbuch-Junkie privat, Podcasts als perfektes Begleitmedium zu Tätigkeiten wie Rasenmähen.

„Das ist so wie Radio, das kannst du aber mitnehmen, das kannst du jederzeit hören, es ist auch nicht so tot produziert."

Themen: Begleitmedium · Wissenschaftspodcasts · iPod-Generation

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Eigener Podcast-Konsum

Welche Podcasts hörst du selbst gern? Welche Genres mögst du?

‘Total atypisch’ – Technik/Wissenschaft/Sci-Fi. Lage der Nation, Hörchors Lernfragen, Raumzeit, viele Tim-Pritlove-Formate. Liebt nischige Spezialthemen wie Ressourcen FM (4–6 Stunden über Edelmetalle) – das entspannt ihn. Astronomie/Raumfahrt als ‘heile Welt’. True Crime meidet er (emotional aufgeheizt, dramaturgisch zugespitzt). Podcast hat bei ihm das lineare Fernsehen ersetzt.

„Aus irgendeinem Grund entspannt mich sowas total."

Themen: True Crime · Wissenschaftspodcasts

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Zeitaufwand pro Folge

Wie viel Zeit investierst du in eine Folge — von Vorbereitung bis Nachbereitung?

Ausführliches Format mit langem Vorgespräch (~2,5 Stunden). Terminplanung 1-3 Wochen, manchmal auch 1-3 Jahre. Aufnahmetag: 3× 45 Min Aufnahme mit Pausen, 5-7 Stunden zusammen verbracht (oft mit Übernachtung für weit Anreisende). ‘Ich mag die Menschen nicht so gern als Podcast-Folgenvieh sehen.’ Schnitt: für 3h Aufnahme noch 3-5h Schnitt, Korrekturhören durch seine Partnerin, Show Notes, Transkript erstellen lassen. Insgesamt ~20 Stunden pro Folge. Live-Folge dienstags 20:30-22:00: ~8 Stunden inklusive Pre/Post.

„Ich mag die Menschen nicht so gern als Podcast-Folgenvieh sehen, also ne, hallo, wir nehmen jetzt auf, […] jetzt hau ab, das finde ich doof."

Themen: Gespräche & Begegnungen

→ Zeitaufwand pro Folge

Technik

Welche Technik nutzt du? Mikrofon, Kopfhörer, Schnittprogramm?

Tascam Portacapture als Interface (32-Bit-Aufnahmen – nichts übersteuert, hochleveln möglich). Tim-Pritlove-Gedächtnis-Headsets (Behringer SM58-Klone), vorher Superlux-Headsets versagten bei IKEA-Lampe. Ultraschall unter Windows mit ‘Remove Silence’-Workflow. Live-Folgen mit Studio Link für Anrufer, Sipgate für Festnetz. Podigy als Hoster. Zencaster für Remote-Aufnahmen. SD-Karte zeigt er Gästen als Vertrauensbasis (‘soll ich sie wegwerfen?’).

„Ich finde es eigentlich schön, wenn die Leute sich auf der Couch richtig lümeln können und sich gemütlich machen."

Themen: Headset vs. Mikro · Remove silence

→ Technik

Wichtigste Lektion

Was ist die wichtigste Lektion, die du anderen Podcastern mit auf den Weg geben würdest?

Mehrere Lektionen: erster Eindruck stimmt oft nicht – Mut zum Risiko, öfter Ja sagen. Zeitmanagement angewöhnen. Vertrauen ins Publikum – Hörer geben gutes Feedback. Bei kritischen Mails (Beispiel: Eheproblem-Andeutung) eher Gespräch fördern, nicht löschen.

„Selbst wenn ich so sage, ah, kann das mit der Person klappen oder nicht, einfach öfter mal Ja sagen."

Themen: Authentizität & Mut

→ Wichtigste Lektion


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